Hall of Wheelies: Ducati 999-Duo Kopp/Roth

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Michael »Bundy« Roth, Ducati 999 RS, 1000 km Hockenheim 2006

 

Zur Eröffnung der weltweit noch unbekannten Hall of Wheelies standen Namen wie Bayliss, Marquez, Sheene, Bradl, Rossi, Bauer, Stoner, Mamola, Uncini, Schwantz, Meklau, Sykes, Espargaro, Reiner, Roberts, Jacque, Biaggi, Hayden, Miller, Waldmann, Lorenzo, Reiterberger & Konsorten zur Debatte, nun aber starten Rainer Kopp und Michael »Bundy« Roth den bunten Bilderbogen, der hier nie versiegen wird, solange sich die Räder drehen und es Kameras gibt, die diese festhalten.

Warum diese zwei? Erstens: Weil rote Motorräder grundsätzlich herzerwärmend in Ordnung sind, vor allem aus Italien. Zweitens: Weil diese Bilder in Hockenheim 2006 entstanden bei den 1000 Kilometer zu Ostern, ausgangs der Haarnadel hinten im Wald.

Die meisten der 200 Teilnehmer drehten dort stumpf beschleunigend ihre Runden und fuhren einfach fade vorbei.

Nur dieses seltsame Ducati 999 RS-Duo, abwechselnd pilotiert vom kurios-quirligen Hessen-Unikum und dem langen Lulatsch, der inzwischen als Schmetterlings-Poet in den roten Bereich dreht, liess wieder und wieder beim Beschleunigen das Vorderrad steigen, in jeder verdammten Runde, in der ich mich dort herumtrieb.

Es war wie ein Wheelie-Gottesdienst. Die Zwei waren wie Brüder im Geiste, vereint durch unstillbares Verlangen nach Dynamik und Fahrspaß und himmlischer Grazie. Auf dem Weg zum Klassensieg wurde alle paar Minuten unter desmodromischem Donner und Ausdrehen des 1. Gangs das erhobene Vorderrad zelebriert. Ein echtes Schauspiel, voller Harmonie am Gasgriff, ergreifend und würdig zugleich – und deshalb im Rückspiegel betrachtet genau richtig zur Eröffnung der Hall of Wheelies hier und jetzt.

Fotos: Buenos Dias

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Rainer Kopp, Ducati 999 RS, 1000 km Hockenheim 2006

 

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Gerhard Rudolph, fährt Honda CB 1300 und am liebsten Jethelm mit dunklem Visier.

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